Der Kulturausschuss hat sich am 10. September 2020 ausführlich mit der Kommission der geplanten Kommission zu Überprüfung belasteter Straßennamen in Ludwigshafen beschäftigt.

Dr. Mörz vom Stadtarchiv gab einen Überblick, über die bisherigen Überlegungen. Danach sollen Wegbereiter und Anhänger der beiden deutschen Diktaturen differenziert werden.

Die einzelnen Biografien werden dann folgenden Kategorien zugeordnet: unbelastet, wenig belastet, belastet, stark belastet und inakzeptabel. Die Kommission soll aus jeweils einem Mitglied einer Stadtratsfraktion, aus Den Kulturausschuss bestehen. Vorgesehen ist, dass Mitte November sich diese Kommission konstituiert. Voraussichtlich wird es ein bis zwei Jahre dauern, bis ein Ergebnis vorliegt. Das war allgemeiner Konsens. Umso ärgerlicher war der Eilantrag der Linksfraktion, die Moltke-Straße in der südlichen Innenstadt im Hauruck-Verfahren umzuwidmen. Nicht mehr dem Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke sollte gedacht werden, sondern dem Widerstandskämpfer und ermordeten Helmuth James Graf von Moltke, der zum Kreisauer Kreis gehörte. An sich richtig, aber zur Unzeit, zumal in der Fraktionsvorsitzendenrunde übereinstimmend beschlossen wurde, ein Gesamtkonzept vorzulegen und nicht mit einzelnen Anträgen zu Straßen-Umbenennungen vorzupreschen.

Des weiteren gab es gestern einen Ausblick auf die kommende Saison des Pfalzbaus und des Wilhelm-Hack-Museums.