Die Zukunft der Friedrich-Ebert-Halle in Friesenheim war am 4. Oktober 2021 Thema im Bau- und Grundstücksausschuss. Die von der Verwaltung vorgelegte Untersuchung eines externen Planungsbüros sorgte für eine ausführliche Debatte. Untersucht wurden die Perspektiven der Halle anhand von drei Grundszenarien.

Szenario 1 beinhaltet eine sogenannte Pinselsanierung, d.h. eine Instandsetzung der allergrößten Mängel. Kosten entstehen von ca. 5 Millionen Euro. Damit ließe sich die Ebert-Halle noch für 5-10 Jahre betreiben. Szenario 2 umfasst die technische Instandsetzung der Halle für den aktuellen heutigen Stand. 10-20 Millionen müsste man dazu aufbringen und die Halle wäre jedenfalls für die nächsten 20 Jahre fit. Szenario 3 ist die kostspieligste Variante, beinhaltet aber auch einen kompletten Um- und Ausbau der Halle unter Erhaltung der denkmalgeschützten Fassade. Kostenpunkt ca. 50 Millionen Euro. Damit wird der Halle eine Entwicklungsperspektive für die nächsten 30 Jahre eröffnet.

Die Eulen als Hauptnutznießer der Halle haben aber schon kritisiert, dass die Ebert-Halle auch in einem sanierten und umgebauten Zustand den Anforderungen an die Handball-Bundesliga nicht gerecht wird. Der Verein hat daher den Neubau einer Halle ins Gespräch gebracht. Fraglich ist aber schon ein möglicher Standort. Die Verwaltung verwies darauf, dass man in Ludwigshafen mögliche Standorte untersucht habe, ein geeigneter Standort habe sich aber nicht ergeben.

Wir als Fraktion wollen die Friedrich-Ebert-Halle als eines der Ludwigshafener Wahrzeichen unbedingt erhalten und präferieren das Szenario 3. Auch wenn die Halle nicht mehr hundertprozentig den Anforderungen an eine Mehrzweckhalle, wie die Mannheimer SAP-Arena erfüllt, kann sie dennoch auf dem Markt bestehen. Das Planungsbüro aus München verwies als Beispiel auf die Frankfurter Jahrhunderthalle, die sich erfolgreich am Markt auf kleinere Messen und Events spezialisiert hat.

Positiv ist, dass jetzt belastbare Zahlen auf dem Tisch liegen, damit die Diskussion ernsthaft geführt werden kann. Fakt ist, dass Ludwigshafen keine zwei Mehrzweckhallen braucht.

Hier der Artikel aus der Rheinpfalz vom 5. Oktober 2021